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ICE ist die US-Bundesbehörde für Einwanderungs- und Zollvollzug, die dem Department of Homeland Security untersteht. Die Behörde wurde 2003 gegründet und ist hauptsächlich für die Durchsetzung von Einwanderungsgesetzen, die Abschiebung von Personen ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung sowie die Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität zuständig. ICE verfügt über weitreichende Befugnisse zur Festnahme und Abschiebung von Migranten und spielt eine zentrale Rolle in der amerikanischen Einwanderungspolitik. Die Behörde beschäftigt über 20.000 Mitarbeiter und betreibt zahlreiche Abschiebehaftanstalten im ganzen Land.

Stephen Miller ist ein einflussreicher politischer Berater, der als einer der Hauptarchitekten einer restriktiven Einwanderungspolitik gilt. Während seiner Zeit als leitender Berater in der Trump-Administration prägte er maßgeblich die Strategie zur verschärften Migrationskontrolle und arbeitete eng mit ICE zusammen. Miller setzte sich für eine deutliche Ausweitung von Abschiebungen, die Null-Toleranz-Politik an der Grenze und strengere Durchsetzungsmaßnahmen ein. Seine politischen Positionen führten zu kontroversen Debatten über Einwanderung und Menschenrechte in den USA.

Der Direktor von ICE wird vom Präsidenten ernannt und leitet eine der bedeutendsten Vollzugsbehörden im Bereich Einwanderung. Die Position beinhaltet die Verantwortung für die strategische Ausrichtung der Behörde, die Überwachung von Abschiebungsoperationen und die Koordination mit anderen Sicherheitsbehörden. Der ICE-Direktor legt Prioritäten fest, welche Personengruppen vorrangig für Abschiebungen ins Visier genommen werden, und beeinflusst damit direkt die Umsetzung der Einwanderungspolitik. Diese Position steht häufig im Zentrum politischer Kontroversen, da Entscheidungen unmittelbare Auswirkungen auf Millionen von Migranten haben.

Unter der Obama-Administration konzentrierte sich ICE primär auf die Abschiebung von Personen mit krimineller Vorgeschichte und frischen Grenzübertritten, während langjährige Bewohner ohne Straftaten niedrigere Priorität hatten. Diese Politik führte dennoch zu erheblichen Abschiebungszahlen, weshalb Obama von Kritikern als "Deporter-in-Chief" bezeichnet wurde. Die Trump-Administration weitete später den Fokus deutlich aus und verfolgte auch Personen ohne kriminelle Vorgeschichte systematisch zur Abschiebung. Der Unterschied lag vor allem in der Priorisierung und der Rhetorik, wobei beide Administrationen hohe Abschiebungszahlen zu verantworten hatten.

Die Süddeutsche Zeitung gehört zu den deutschen Medien, die regelmäßig über die Aktivitäten von ICE und die amerikanische Einwanderungspolitik berichten. Die Berichterstattung umfasst kritische Analysen zu umstrittenen Praktiken wie Familientrennungen, Haftbedingungen und Abschiebungsverfahren. Als überregionale Qualitätszeitung ordnet die Süddeutsche Zeitung die Entwicklungen bei ICE in den größeren Kontext der US-Politik und deutsch-amerikanischer Beziehungen ein. Dabei werden sowohl politische Hintergründe als auch humanitäre Aspekte der Einwanderungsdurchsetzung beleuchtet.