kristi noem
Kristi Noem ist eine amerikanische Politikerin der Republikanischen Partei und seit 2019 die 33. Gouverneurin des Bundesstaates South Dakota. Vor ihrer Wahl zur Gouverneurin vertrat sie South Dakota von 2011 bis 2019 im US-Repräsentantenhaus. Sie ist die erste Frau, die das Amt des Gouverneurs in South Dakota innehat. Noem wuchs auf einer Ranch in South Dakota auf und war vor ihrer politischen Karriere als Landwirtin und Geschäftsfrau tätig.
Kristi Noem gilt als konservative Republikanerin mit libertären Tendenzen, die sich für begrenzte staatliche Eingriffe, niedrige Steuern und die Rechte der Bundesstaaten einsetzt. Sie vertritt strikt konservative Positionen bei Themen wie Abtreibung, Waffenrechte nach dem zweiten Verfassungszusatz und traditionelle Familienwerte. Während der COVID-19-Pandemie lehnte sie staatlich angeordnete Lockdowns und Maskenpflichten ab, was national Aufmerksamkeit erregte. Zudem setzt sie sich für die Förderung der Landwirtschaft, Energieunabhängigkeit und strikte Einwanderungskontrollen ein.
Noem verfolgte während der COVID-19-Pandemie einen der am wenigsten restriktiven Ansätze aller US-Bundesstaaten und verzichtete bewusst auf staatlich verordnete Lockdowns und Maskenpflichten. Sie argumentierte, dass die Bürger selbst entscheiden sollten, wie sie mit den Gesundheitsrisiken umgehen, und betonte die wirtschaftlichen Folgen strenger Beschränkungen. Dieser Ansatz machte sie zu einer prominenten Figur unter konservativen Amerikanern und führte zu nationalen Debatten über staatliche Autorität versus individuelle Freiheit. South Dakota blieb während der gesamten Pandemie weitgehend geöffnet, was sowohl Befürworter als auch Kritiker hervorbrachte.
Noem geriet mehrfach in Kontroversen, insbesondere durch Berichte über möglichen Interessenkonflikt bei der Bewertung ihrer Tochters Immobilienlizenz durch eine staatliche Behörde. Große Aufmerksamkeit erregte auch eine Episode in ihrem Buch, in der sie beschrieb, einen schwer erziehbaren Jagdhund und eine Ziege getötet zu haben, was öffentliche Empörung auslöste. Weitere Kritik erhielt sie für ihre Ausgabenpolitik bei Reisen und die Nutzung staatlicher Flugzeuge. Diese Kontroversen führten zu Untersuchungen und öffentlichen Debatten über ihre Führung und Entscheidungsfindung.
Kristi Noem hat sich als prominente Figur im konservativen Flügel der Republikanischen Partei etabliert und wird häufig als mögliche Kandidatin für nationale Ämter diskutiert. Sie trat regelmäßig bei nationalen konservativen Veranstaltungen auf und unterstützte andere republikanische Kandidaten im ganzen Land. Ihre kompromisslose Haltung während der Pandemie und ihre mediale Präsenz machten sie zu einer gefragten Rednerin in konservativen Kreisen. Zeitweise wurde sie als mögliche Vizepräsidentschaftskandidatin oder Kandidatin für höhere Bundesämter gehandelt, was ihre wachsende Bedeutung innerhalb der Partei unterstreicht.