martin sellner
Martin Sellner ist ein österreichischer rechtsextremer Aktivist, der als prominenteste Figur der Identitären Bewegung in Österreich und im deutschsprachigen Raum gilt. Er wurde 1989 geboren und trat ab 2012 verstärkt als Wortführer dieser Bewegung in Erscheinung. Sellner nutzt soziale Medien und Video-Plattformen intensiv, um seine politischen Positionen zu verbreiten, die sich gegen Migration und für eine ethnisch-kulturell homogene Gesellschaft aussprechen. Verschiedene Verfassungsschutzbehörden im deutschsprachigen Raum beobachten ihn und seine Aktivitäten aufgrund rechtsextremistischer Bestrebungen.
Die Identitäre Bewegung ist eine rechtsextreme, europaweite Bewegung, die sich gegen Migration und Multikulturalismus positioniert und eine ethnokulturelle Homogenität befürwortet. In Deutschland und Österreich wird sie von Verfassungsschutzbehörden als rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet. Die Bewegung verwendet moderne Kommunikationsstrategien und versucht, durch provokante Aktionen mediale Aufmerksamkeit zu erlangen. Martin Sellner gilt als ihr bekanntester Vertreter im deutschsprachigen Raum und prägt maßgeblich deren öffentliches Auftreten und ideologische Ausrichtung.
Martin Sellner und die AfD bewegen sich in ähnlichen politischen Milieus, wobei es personelle Überschneidungen und ideologische Schnittmengen gibt. Einige AfD-Mitglieder und -Funktionäre haben in der Vergangenheit Kontakte zur Identitären Bewegung gepflegt oder an deren Veranstaltungen teilgenommen. Die AfD-Bundesspitze distanziert sich offiziell von der Identitären Bewegung, während einzelne Landesverbände und Personen unterschiedlich damit umgehen. Das Treffen in Potsdam im November 2023, bei dem Sellner anwesend war und über Remigrationspläne sprach, führte zu intensiven Debatten über die Beziehungen zwischen rechtsextremen Aktivisten und der AfD.
Im November 2023 fand in Potsdam ein privates Treffen statt, an dem Martin Sellner, AfD-Politiker und weitere Personen aus dem rechten Spektrum teilnahmen. Bei diesem Treffen präsentierte Sellner Konzepte zur sogenannten Remigration, also der Ausweisung von Millionen Menschen mit Migrationshintergrund aus Deutschland. Die Enthüllung dieses Treffens Anfang 2024 löste deutschlandweit massive Proteste und Demonstrationen gegen Rechtsextremismus aus. Das Treffen und seine Inhalte verdeutlichten die inhaltlichen Überschneidungen zwischen der Identitären Bewegung und Teilen der AfD bei migrationspolitischen Positionen.
Martin Sellner wurde mehrfach mit rechtlichen und behördlichen Maßnahmen konfrontiert. Ihm wurden Einreiseverbote in verschiedene Länder erteilt, darunter die Schweiz und zeitweise Deutschland. Seine Konten auf mehreren Social-Media-Plattformen wurden aufgrund von Verstößen gegen Community-Richtlinien gesperrt oder eingeschränkt. In Österreich und Deutschland wird er vom Verfassungsschutz beobachtet, die Identitäre Bewegung wird als rechtsextremistisch eingestuft. Trotz dieser Einschränkungen nutzt Sellner alternative Plattformen, um seine Botschaften zu verbreiten und seine politische Aktivität fortzusetzen.