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Stiftung Warentest prüft bei Olivenöl-Tests verschiedene Qualitätskriterien wie sensorische Eigenschaften, Schadstoffbelastung und die Einhaltung der Güteklasse. Besonders wichtig ist die chemische Analyse auf Fettsäurezusammensetzung und mögliche Verunreinigungen sowie die Überprüfung, ob es sich tatsächlich um natives Olivenöl extra handelt. Auch die Deklaration auf der Verpackung wird kontrolliert, um festzustellen, ob die Angaben zu Herkunft und Qualität korrekt sind. Die sensorische Bewertung durch geschulte Prüfer deckt häufig Fehlaromen auf, die bei minderwertigen Ölen vorkommen.

Bei den Tests schneiden sowohl Premium-Marken als auch günstige Supermarkt-Eigenmarken teilweise mit guten Ergebnissen ab, was zeigt, dass Preis nicht immer ein Qualitätsindikator ist. Produkte von Discountern und bekannten Marken erreichen regelmäßig das Qualitätsurteil "gut", wenn sie frei von Schadstoffen sind und sensorisch überzeugen. Entscheidend für ein gutes Abschneiden ist vor allem die einwandfreie Qualität als natives Olivenöl extra ohne Fehlaromen. Alnatura-Produkte gehören zu den Bio-Marken, die in verschiedenen Tests untersucht wurden und unterschiedliche Bewertungen erhielten.

Häufige Mängel sind Fehlaromen wie ranziger, stichiger oder modriger Geschmack, die auf unsachgemäße Verarbeitung oder Lagerung hindeuten. Viele Produkte entsprechen nicht der deklarierten Güteklasse "nativ extra", obwohl dies auf dem Etikett angegeben ist. Schadstoffbelastungen wie Mineralölrückstände oder erhöhte Werte polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe werden ebenfalls immer wieder festgestellt. Zudem bemängeln die Tester oft irreführende Herkunftsangaben, wenn beispielsweise italienisch klingende Namen verwendet werden, das Öl aber aus verschiedenen EU-Ländern stammt.

Stiftung Warentest führt in unregelmäßigen Abständen Olivenöl-Tests durch, meist alle paar Jahre, um die aktuelle Marktlage zu bewerten. Die Tests umfassen jeweils eine repräsentative Auswahl an nativen Olivenölen extra aus verschiedenen Preiskategorien und Vertriebswegen. Zwischen den Testreihen können sich Produktqualitäten und Hersteller verändern, weshalb ältere Testergebnisse nur bedingt auf aktuelle Produkte übertragbar sind. Es empfiehlt sich, nach den neuesten verfügbaren Testergebnissen zu suchen, um eine aktuelle Kaufentscheidung zu treffen.

Achten Sie auf die Bezeichnung "natives Olivenöl extra" oder "extra vergine", da dies die höchste Güteklasse darstellt. Das Mindesthaltbarkeitsdatum und idealerweise auch das Erntejahr sollten auf der Flasche angegeben sein, da Olivenöl mit der Zeit an Qualität verliert. Dunkle Glasflaschen schützen das Öl besser vor Licht und bewahren die wertvollen Inhaltsstoffe. Ein intensiver, fruchtiger Geruch und leicht bitterer sowie scharfer Geschmack sind Qualitätsmerkmale für frisches, hochwertiges Olivenöl, während ranzige oder muffige Noten auf minderwertige Qualität hindeuten.