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Betrüger hinterlassen häufig gefälschte Benachrichtigungskarten im Briefkasten, die täuschend echt aussehen und zur Eingabe persönlicher Daten auf gefälschten Webseiten auffordern. Echte DHL-Benachrichtigungen enthalten immer eine Sendungsnummer, die sich auf dhl.de verifizieren lässt, und fordern niemals zur direkten Zahlung über Links oder zur Eingabe von Bankdaten auf. Misstrauisch sollten Sie werden, wenn QR-Codes zu unbekannten Webseiten führen, ungewöhnliche Zahlungsaufforderungen gestellt werden oder die Karte grammatikalische Fehler enthält. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie direkt die DHL-Hotline oder die nächste Postfiliale, um die Echtheit zu überprüfen.

Eine Anzeige bei der Polizei sollten Sie grundsätzlich erstatten, sobald Sie Opfer eines Betrugsversuchs geworden sind oder finanzielle Schäden entstanden sind. Auch wenn Sie lediglich eine verdächtige Benachrichtigung erhalten haben, ist eine Meldung sinnvoll, da die Polizei dadurch Muster erkennen und andere Bürger warnen kann. Die Anzeigenerstattung ist sowohl persönlich auf der Polizeiwache als auch online über die jeweiligen Onlinewachen der Bundesländer möglich. Bewahren Sie alle Beweismittel wie Briefe, Screenshots, Nachrichten oder E-Mails auf, da diese für die Ermittlungen wichtig sind.

Die 110 ist die bundesweite Notrufnummer für akute Gefahrensituationen, bei denen sofortige polizeiliche Hilfe erforderlich ist, wie Unfälle, Verbrechen oder unmittelbare Bedrohungen. Für nicht dringende Anliegen wie Anzeigenerstattung bei bereits vergangenen Vorfällen oder allgemeine Auskünfte nutzen Sie die Telefonnummer Ihrer örtlichen Polizeidienststelle, die Sie im Telefonbuch oder online finden. Missbrauchen Sie die 110 nicht für Bagatellfälle, da dies die Leitungen blockiert und Menschen in echten Notlagen gefährden kann. In lebensbedrohlichen medizinischen Notfällen wählen Sie die 112 für den Rettungsdienst, der bei Bedarf auch die Polizei hinzuzieht.

Nach Eingang Ihrer Anzeige prüft die Polizei zunächst den Sachverhalt und leitet bei Vorliegen eines Anfangsverdachts ein Ermittlungsverfahren ein. Die Ermittlungen umfassen die Sicherung von Beweismitteln, die Identifizierung der Täter durch technische Analyse von IP-Adressen, Kontoverbindungen oder Telefonnummern sowie gegebenenfalls die Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen oder internationalen Behörden. Sie erhalten eine Tagebuchnummer oder ein Aktenzeichen, mit dem Sie den Stand des Verfahrens verfolgen können, wobei die Bearbeitungsdauer je nach Komplexität variiert. Bei erfolgreicher Ermittlung wird die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, die über die Anklageerhebung entscheidet, während Sie als Geschädigter über wesentliche Verfahrensschritte informiert werden.

Geben Sie niemals persönliche Daten, Passwörter oder Bankverbindungen über Links aus E-Mails, SMS oder verdächtigen Benachrichtigungen preis, sondern navigieren Sie immer direkt zur offiziellen Webseite des Unternehmens. Seien Sie besonders vorsichtig bei unerwarteten Zahlungsaufforderungen, Gewinnbenachrichtigungen oder angeblichen Sicherheitswarnungen, die Zeitdruck erzeugen und zu schnellem Handeln drängen. Installieren Sie Virenschutzsoftware auf Ihren Geräten, halten Sie Betriebssysteme aktuell und prüfen Sie regelmäßig Ihre Kontobewegungen auf ungewöhnliche Abbuchungen. Informieren Sie sich regelmäßig über aktuelle Betrugsmaschen auf den Webseiten der Polizei oder Verbraucherzentralen und sprechen Sie mit Familie und Freunden über diese Themen, um ein Bewusstsein zu schaffen.