queen elizabeth

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Queen Elizabeth II. regierte 70 Jahre und 214 Tage, von ihrer Thronbesteigung am 6. Februar 1952 bis zu ihrem Tod am 8. September 2022. Sie war damit die am längsten regierende britische Monarchin und übertraf die Regierungszeit ihrer Urgroßmutter Queen Victoria deutlich. Elizabeth II. verstarb im Alter von 96 Jahren auf Schloss Balmoral in Schottland. Ihr Tod markierte das Ende einer Ära und führte zur Thronbesteigung ihres Sohnes Charles III.

Queen Elizabeth II. hatte vier Kinder mit ihrem Ehemann Prince Philip: Charles (geboren 1948), Anne (geboren 1950), Andrew (geboren 1960) und Edward (geboren 1964). Ihr ältester Sohn Charles wurde nach ihrem Tod als Charles III. König des Vereinigten Königreichs. Die Thronfolge setzt sich fort mit Charles' ältestem Sohn William, Prince of Wales, und dessen Kindern George, Charlotte und Louis. Elizabeth hatte insgesamt acht Enkelkinder und mehrere Urenkelkinder.

Elizabeth war ursprünglich nicht als direkte Thronfolgerin vorgesehen, da ihr Vater George VI. erst nach der Abdankung seines älteren Bruders Edward VIII. im Jahr 1936 König wurde. Als George VI. unerwartet keine männlichen Nachkommen hatte, rückte Elizabeth als älteste Tochter in die Position der Thronfolgerin. Sie wurde zur Königin, als ihr Vater am 6. Februar 1952 im Alter von nur 56 Jahren starb, während sie sich auf einer Auslandsreise in Kenia befand. Ihre Krönung fand am 2. Juni 1953 in der Westminster Abbey statt und wurde erstmals im Fernsehen übertragen.

Während ihrer 70-jährigen Regentschaft erlebte Queen Elizabeth II. enorme historische Veränderungen und arbeitete mit 15 britischen Premierministern zusammen, von Winston Churchill bis Liz Truss. Sie sah das Ende des britischen Empires und die Transformation zum Commonwealth of Nations, den Kalten Krieg, die Digitalisierung und den Brexit. Zu den prägenden Momenten gehörten die Dekolonisation zahlreicher afrikanischer und asiatischer Länder, der Fall der Berliner Mauer, die Anschläge vom 11. September und die COVID-19-Pandemie. Sie bewies dabei außergewöhnliche Kontinuität und passte die Monarchie behutsam an moderne Zeiten an.

Als konstitutionelle Monarchin hatte Queen Elizabeth II. hauptsächlich zeremonielle und repräsentative Aufgaben, während die politische Macht beim gewählten Parlament und der Regierung lag. Zu ihren formellen Pflichten gehörten die Ernennung des Premierministers, die Eröffnung des Parlaments, die Unterzeichnung von Gesetzen und die Vertretung des Vereinigten Königreichs bei Staatsbesuchen. Sie hatte wöchentliche Audienzen mit dem Premierminister und fungierte als Symbol nationaler Einheit sowie als Staatsoberhaupt von 15 Commonwealth-Ländern. Obwohl sie theoretisch über bedeutende Vorrechte verfügte, übte sie diese auf Anraten der Regierung aus und wahrte strikte politische Neutralität.