unwetterwarnung schneefall
Eine Unwetterwarnung bei Schneefall wird vom Deutschen Wetterdienst herausgegeben, wenn innerhalb kurzer Zeit große Schneemengen erwartet werden, die zu erheblichen Gefahren führen können. In der Regel erfolgt eine Unwetterwarnung ab Neuschneemengen von 15-25 cm in 6 Stunden oder 25-40 cm in 12 Stunden, abhängig von der Region und den örtlichen Gegebenheiten. Bei extremen Unwettern können sogar Neuschneehöhen von über 40 cm prognostiziert werden. Die Warnung signalisiert erhebliche Beeinträchtigungen im Straßen- und Schienenverkehr sowie mögliche Gefahren durch Schneebruch und Dachlawinen.
Unwetterwarnungen für Schneefall erhalten Sie über mehrere offizielle Kanäle des Deutschen Wetterdienstes, darunter die kostenlose WarnWetter-App, die Website des DWD sowie über Warn-Apps wie NINA oder KATWARN. Auch große Wetterportale integrieren die amtlichen Warnungen des DWD in ihre Darstellung und bieten zusätzliche Karten und Vorhersagen. Lokale Radiosender und Nachrichtendienste verbreiten ebenfalls Unwetterwarnungen, besonders bei akuten Gefahrenlagen. Achten Sie darauf, dass die Informationen auf amtlichen Daten basieren, da nur der Deutsche Wetterdienst offizielle Unwetterwarnungen herausgibt.
Bei Schneefall gibt es vier Warnstufen, die das Gefahrenpotenzial abstufend darstellen. Die niedrigste Stufe ist die Wetterwarnung (Stufe 1) bei leichtem Schneefall mit geringen Beeinträchtigungen. Die markante Wetterwarnung (Stufe 2) folgt bei mäßigem Schneefall mit ersten spürbaren Auswirkungen auf den Verkehr. Die Unwetterwarnung (Stufe 3) wird bei schwerem Schneefall mit erheblichen Gefahren ausgerufen. Die höchste Stufe ist die extreme Unwetterwarnung (Stufe 4), die nur bei außergewöhnlich intensivem Schneefall mit katastrophalen Auswirkungen herausgegeben wird.
Bei einer Unwetterwarnung wegen Schneefall sollten Sie unnötige Autofahrten unbedingt vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Falls Sie unterwegs sein müssen, informieren Sie sich vorab über die Straßenverhältnisse, fahren Sie mit Winterreifen und führen Sie ein Notfallset mit Decken, Getränken und Proviant mit. Zu Hause empfiehlt es sich, Vorräte an Lebensmitteln und Medikamenten bereitzuhalten sowie Taschenlampen und batteriebetriebene Radios griffbereit zu haben. Parken Sie Ihr Fahrzeug nicht unter Bäumen, da diese unter der Schneelast brechen können, und halten Sie sich von Gebäuden mit Schneelasten auf dem Dach fern.
Extreme Schneefälle entstehen meist durch das Zusammentreffen von feuchten, milden Luftmassen mit sehr kalten Luftmassen, wobei die Feuchtigkeit beim Aufsteigen an Fronten oder Gebirgen kondensiert und als Schnee fällt. Besonders intensiv wird der Schneefall bei sogenannten Schneewalzen oder Tiefdruckgebieten, die feuchte Luft vom Mittelmeer oder Atlantik heranführen. Die Vorhersage ist in Deutschland anspruchsvoll, da bereits kleine Temperaturunterschiede darüber entscheiden, ob Regen oder Schnee fällt, und die genaue Zugbahn von Tiefdruckgebieten oft erst kurzfristig feststeht. Moderne Wettermodelle und Radardaten ermöglichen heute dennoch meist eine Vorwarnzeit von 12 bis 48 Stunden.