bayer leverkusen
Bayer 04 Leverkusen wurde am 1. Juli 1904 als Werkssportverein der Bayer AG gegründet, weshalb die Zahl 04 im Vereinsnamen verankert ist. Der Verein entstand durch den Zusammenschluss mehrerer Sportabteilungen der Bayer-Werksangehörigen und trägt bis heute die Werksfarben Rot und Schwarz. Die Bayer AG ist nach wie vor Hauptsponsor und Namensgeber des Clubs, der eine der wenigen Ausnahmen von der 50+1-Regel in der Bundesliga darstellt. Diese besondere Konstellation ermöglicht es dem Konzern, Mehrheitseigner des Vereins zu bleiben, da die historische Verbindung als Werkself seit über 20 Jahren ununterbrochen besteht.
Bayer Leverkusen hat einen DFB-Pokal (1993) und einen UEFA-Pokal (1988) gewonnen, blieb aber in der Bundesliga trotz mehrerer Vizemeisterschaften ohne Titel. Besonders das Jahr 2002 ging als "Vizekusen"-Saison in die Geschichte ein, als der Verein Zweiter in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League wurde. Die Werkself erreichte mehrfach das Finale des DFB-Pokals und spielte 2002 im Champions-League-Finale gegen Real Madrid. Trotz des Fehlens der Meisterschaft etablierte sich der Verein als feste Größe im deutschen und europäischen Spitzenfußball mit regelmäßiger Champions-League-Qualifikation.
Bayer Leverkusen trägt seine Heimspiele in der BayArena aus, die im Stadtteil Wiesdorf liegt und Platz für etwa 30.210 Zuschauer bietet. Das Stadion wurde 1958 eröffnet und zwischen 1997 und 2009 grundlegend modernisiert, wobei es zu einer modernen Multifunktionsarena umgebaut wurde. Die BayArena zeichnet sich durch ihre kompakte Bauweise und die Nähe der Zuschauer zum Spielfeld aus, was für eine besondere Atmosphäre sorgt. Alle vier Tribünen sind vollständig überdacht, und das Stadion verfügt über moderne VIP-Bereiche sowie gastronomische Einrichtungen.
Bayer Leverkusen brachte zahlreiche Weltklassespieler hervor oder förderte sie in ihrer Karriere, darunter Michael Ballack, Rudi Völler, Bernd Schneider und Ulf Kirsten. In der jüngeren Vergangenheit spielten internationale Stars wie Arturo Vidal, Javier Hernández, Hakan Çalhanoğlu und Kai Havertz für die Werkself. Der Verein ist bekannt für seine exzellente Nachwuchsarbeit und die Fähigkeit, junge Talente zu entwickeln und weiterzuentwickeln. Auch aktuelle Spieler wie Florian Wirtz gelten als vielversprechende Talente, die in Leverkusen den Durchbruch schafften.
Die Spitznamen 'Vizekusen' und 'Neverkusen' entstanden aufgrund der zahlreichen knappen Niederlagen in wichtigen Spielen und zweiten Plätzen, besonders in der Saison 2001/02. In dieser denkwürdigen Spielzeit wurde der Verein Zweiter in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League, was diese Bezeichnung prägte. Trotz konstant starker Leistungen und regelmäßiger Platzierungen im oberen Tabellenbereich gelang es lange Zeit nicht, einen Meistertitel zu gewinnen. Diese Bezeichnungen sind mittlerweile Teil der Vereinsidentität geworden, auch wenn sie von Fans und Verantwortlichen naturgemäß nicht gerne gehört werden.