dritte liga
Die ersten beiden Mannschaften der 3. Liga steigen direkt in die 2. Bundesliga auf. Der Drittplatzierte spielt in einer Relegation gegen den 16. der 2. Bundesliga um den dritten Aufstiegsplatz. Am Saisonende steigen die letzten vier Mannschaften direkt in die Regionalliga ab. Dieses System sorgt für Spannung bis zum Schluss und bietet mehreren Teams die Chance auf den Aufstieg.
In der 3. Liga spielen 20 Mannschaften in einer einfachen Hin- und Rückrunde gegeneinander, insgesamt also 38 Spieltage pro Saison. Jedes Team absolviert 19 Heim- und 19 Auswärtsspiele. Die Saison läuft üblicherweise von Juli bis Mai mit einer Winterpause zwischen Dezember und Januar. Für einen Sieg gibt es drei Punkte, für ein Unentschieden einen Punkt und für eine Niederlage keinen Punkt.
Die 3. Liga beherbergt regelmäßig traditionsreiche Vereine wie den 1. FC Saarbrücken, den MSV Duisburg, Dynamo Dresden oder den TSV 1860 München. Auch der VfL Osnabrück, Waldhof Mannheim und Rot-Weiss Essen sind bekannte Namen mit großer Fananhängerschaft. Diese Vereine bringen oft eine besondere Atmosphäre in die Liga, da sie auf eine lange Geschichte zurückblicken und teilweise in höheren Spielklassen aktiv waren. Die Mischung aus Traditionsvereinen und aufstrebenden Clubs macht den besonderen Reiz der 3. Liga aus.
Die 3. Liga verzeichnet für eine dritte Spielklasse bemerkenswert hohe Zuschauerzahlen, die teilweise sogar europäische Zweitligen übertreffen. Der Zuschauerschnitt liegt häufig bei über 8.000 Besuchern pro Spiel, wobei Traditionsvereine wie Dynamo Dresden oder der TSV 1860 München regelmäßig über 20.000 Fans ins Stadion locken. Spitzenspiele können durchaus mit Bundesligaatmosphäre mithalten. Die hohen Zuschauerzahlen machen die Liga auch wirtschaftlich interessant und unterstreichen die emotionale Bindung der Fans zu ihren Vereinen.
Vereine der 3. Liga müssen eine Lizenz vom DFB erhalten, die strenge wirtschaftliche und sportliche Kriterien voraussetzt, darunter einen ordnungsgemäßen Jahresabschluss und Liquiditätsnachweise. Die Stadien müssen mindestens 5.000 Zuschauerplätze aufweisen, wobei bestimmte Infrastrukturanforderungen erfüllt sein müssen. Sportlich wird ein Leistungszentrum oder Nachwuchskonzept gefordert, um die Ausbildung junger Spieler zu gewährleisten. Die durchschnittlichen Etats in der 3. Liga liegen zwischen 3 und 15 Millionen Euro pro Saison, wobei große Unterschiede zwischen den Vereinen bestehen.