markus weinzierl
Markus Weinzierl ist ein deutscher Fußballtrainer, geboren am 28. Dezember 1974 in Straubing. Seine größten Erfolge feierte er mit dem FC Augsburg, den er von 2012 bis 2016 trainierte und in dieser Zeit zum etablierten Bundesligisten formte, inklusive einer sensationellen Vizemeisterschaft 2015. Anschließend trainierte er unter anderem den FC Schalke 04, den VfB Stuttgart und den 1. FC Nürnberg. Weinzierl gilt als akribischer Taktiker, der auf defensive Stabilität und strukturiertes Spiel setzt.
Weinzierl begann seine Trainerkarriere im Amateurbereich, bevor er 2009 Co-Trainer beim FC Augsburg wurde und 2012 das Cheftraineramt übernahm. Nach seinem erfolgreichen Engagement in Augsburg wechselte er 2016 zum FC Schalke 04, wo er jedoch bereits 2017 entlassen wurde. Es folgten Stationen beim VfB Stuttgart (2018-2019), erneut beim FC Augsburg (2019-2021) und beim 1. FC Nürnberg (2022-2023). Seine Trainerlaufbahn ist geprägt von wechselnden Erfolgen und Herausforderungen in unterschiedlichen Vereinskonstellationen.
Weinzierls Spielphilosophie basiert auf defensiver Stabilität, taktischer Disziplin und einer klaren Spielstruktur. Er bevorzugt ein organisiertes, kompaktes Defensivverhalten und setzt auf schnelle Umschaltmomente nach Ballgewinnen. Seine Teams sind bekannt für ihre körperliche Robustheit und kämpferische Einstellung, wobei er häufig auf ein 4-2-3-1 oder 4-4-2 System setzt. Der offensive Spielfluss und spektakuläre Angriffsfußball stehen bei ihm meist weniger im Vordergrund als die defensive Sicherheit.
Bei Schalke 04 konnte Weinzierl die hohen Erwartungen nicht erfüllen und wurde im September 2017 nach nur gut einem Jahr entlassen. Die Mannschaft zeigte schwache Leistungen und rutschte in der Bundesliga in die untere Tabellenhälfte ab, was bei einem ambitionierten Verein wie Schalke inakzeptabel war. Zudem kritisierten viele Fans und Beobachter den als zu defensiv und ideenlos empfundenen Spielstil. Die Entlassung erfolgte nach einer 0:3-Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart, als Schalke auf dem vorletzten Tabellenplatz stand.
Im April 2019 kehrte Weinzierl zum FC Augsburg zurück, um den Verein vor dem Abstieg zu retten, was ihm auch gelang. In seiner zweiten Amtszeit konnte er jedoch nicht an die Erfolge seiner ersten Augsburger Zeit anknüpfen und die Mannschaft dümpelte meist im unteren Tabellendrittel. Nach mäßigen Leistungen und nur 13 Punkten aus 15 Spielen wurde er im Dezember 2021 beurlaubt. Die Rückkehr zeigte, dass eine erfolgreiche Vergangenheit nicht automatisch wiederholt werden kann, wenn sich Rahmenbedingungen und Erwartungen verändert haben.