zinedine zidane
Zinedine Zidane gewann als Spieler nahezu alle bedeutenden Titel im Fußball. Mit der französischen Nationalmannschaft triumphierte er 1998 bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land und 2000 bei der Europameisterschaft. Auf Vereinsebene holte er mit Real Madrid die Champions League 2002, nachdem er bereits mit Juventus Turin zweimal das Finale erreicht hatte. Seine individuelle Klasse wurde mit dem FIFA-Weltfußballer des Jahres dreimal gewürdigt (1998, 2000, 2003), zudem erhielt er 1998 den Ballon d'Or.
Als Trainer von Real Madrid schrieb Zidane Fußballgeschichte mit einer beispiellosen Erfolgsserie in der Champions League. Zwischen 2016 und 2018 gewann er dreimal in Folge die Champions League, was zuvor noch keinem Trainer in der modernen Ära gelungen war. Insgesamt führte er Real Madrid zu elf Titeln in nur zweieinhalb Jahren seiner ersten Amtszeit, darunter zwei spanische Meisterschaften und zwei UEFA-Supercups. Seine zweite Amtszeit von 2019 bis 2021 krönte er mit einer weiteren La-Liga-Meisterschaft in der Saison 2019/20.
Der Kopfstoß von Zinedine Zidane gegen den italienischen Verteidiger Marco Materazzi im WM-Finale 2006 ist eines der dramatischsten Ereignisse der Fußballgeschichte. In der Verlängerung wurde Zidane nach einer verbalen Provokation die rote Karte gezeigt, wodurch Frankreich seinen Kapitän und besten Spieler für das Elfmeterschießen verlor, das Italien schließlich gewann. Dieser Vorfall besiegelte das Ende von Zidanes aktiver Karriere auf tragische Weise und wurde zum Symbol für den schmalen Grat zwischen Genie und menschlicher Schwäche. Trotz der Kontroverse wurde Zidane als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet.
Zinedine Zidane spielte als offensiver Mittelfeldspieler und Spielmacher, der mit seiner außergewöhnlichen Technik und Eleganz das Spiel diktierte. Seine Stärken lagen in der perfekten Ballkontrolle, präzisen Pässen, kraftvollen Fernschüssen und seiner Fähigkeit, unter Druck die Ruhe zu bewahren. Besonders berühmt war seine Körpertäuschung, die sogenannte "Roulette" oder "Marseille-Drehung", mit der er Gegenspieler regelmäßig ausspielen konnte. Trotz seiner Größe von 1,85 Metern bewegte er sich mit bemerkenswerter Grazie und verband technische Finesse mit taktischer Intelligenz.
Seit seinem Rücktritt als Trainer von Real Madrid im Mai 2021 hat Zinedine Zidane bewusst eine Auszeit genommen und noch keine neue Trainerposition übernommen. Er wurde wiederholt mit verschiedenen Top-Vereinen und der französischen Nationalmannschaft in Verbindung gebracht, zeigte sich aber sehr wählerisch bei der Auswahl seiner nächsten Herausforderung. Zidane wartet offenbar auf das richtige Projekt, wobei das französische Nationalteam als sein Traumjob gilt. Seine Wartezeit unterstreicht seinen Status als einer der gefragtesten Trainer im Weltfußball, der sich keine voreiligen Entscheidungen aufzwingen lässt.